
Boa constrictor imperator: Nicaragua
Kaiserboas aus Nicaragua gehören zu den kleiner bleibenden und in Deutschland relativ selten gehaltenen Verbreitungsformen. Kaum ein Tier erreicht eine Länge von 2 Metern. Mein Weibchen ist ca. 170 cm lang, der Bock um die 140 cm. Auch hier zu beobachten: das Weibchen verhält sich sehr aggressiv, der Bock eher ruhig. Ich halte eine Gruppe von 1.1 Nicaraguas, beide sind Wildfänge aus 2001.
Boa constrictor imperator: Mexico / Cancun
Es gibt zwei Farbvarianten von Boa constrictor imperator aus Mexiko; zum einen die recht dunkle Sonora-Variante, zum anderen die hellen Boas aus dem Gebiet um Cancun. Ich habe ein Pärchen der hellen Cancun-Variante gehalten. Es handelte sich um deutsche Nachzuchten aus dem Jahr 2005 (DNZ05) von Dirk Hasselberg (www.koepy.de).
Cancuns gehören ebenfalls zu den relativ kleinbleibenden Varianten, sie werden selten grösser als 2 Meter. Auch sie werden in Deutschland relativ selten gehalten.
Königspython
Der Python regius (Königspython, oder liebevoll und kurz "Köpy" genannt) gehört wohl zu den am häufigsten vertretenen Terrarientieren weltweit. Er wurde einst zu tausenden aus der Wildnis entnommen und in aller Herren Länder verschickt, bis der Bestand in der Natur auf ein bedrohliches Maß geschrumpft war.
Sein ruhiges Gemüt, seine "ansprechende" Größe von durchschnittlich 1,30 Metern und die Tatsache, dass er tatsächlich für einen sehr günstigen Preis zu bekommen war, führten dazu, dass er zur "Anfängerschlange" deklariert wurde und entsprechend zum Grossteil falsch gehalten wurde. Der niedrige Preis der Tiere führte dann oft dazu, den kostspieligen Gang zum Tierarzt zu meiden. Man kaufte sich dann beim Tod des Tieres einfach ein neues.
Mittlerweile ist bekannt, dass der Python regius keinesfalls ein leicht zu haltendes Tier ist. Gerade beim Futter ist häufig Ratlosigkeit beim Halter angesagt. Nicht umsonst sind Internet-Foren voll mit Threads wie "Hilfe, mein Köpy frisst nicht mehr!".
Python regius ist bekannt dafür, eigenständig das Fressen (zum Teil für mehrere Monate) einzustellen, oder aber er kristallisiert sich als sogenannter "Futterspezialist" heraus. Letzteres bedeutet: er nimmt lediglich eine Art (und Größe) als Futtertier an. Mir selbst ist ein Fall eines adulten Bockes bekannt, der NUR weisse adulte Mäuse frisst. Gleichgrosse Ratten? Nein! Andersfarbige Mäuse? Nein! usw...
Nördliche Madagaskarboa
Die Nördliche Madagaskarboa kann bei (zu) guter Fütterung durchaus die 3-Meter-Marke erreichen. Bei meinen Tieren handelte es sich um Deutsche Nachzuchten aus 1999 (DNZ 99), die trotz ihres Alters deutlich unterhalb der 2 Meter geblieben waren. Sie benötigen Temperaturen tagsüber um die 30°, nachts bei 23° C. Auch in ihrem Terrarium wird täglich 2 mal gesprüht, um die erforderliche Luftfeuchte zu erhalten.
Chromatopelma cyaneopubescens
Die Cromatopelma cyaneopubescens stammt aus dem nördlichen Venezuela und ist in meinen Augen eine der schönsten der ca. 800 verschiedenen bekannten Vogelspinnenarten. Die Beine schimmern in einem Blauton, der Carapax eher in türkis-grün. Der Hinterleib (Abdomen) ist rötlich und mit orangefarbenen Haaren besetzt. Sie erreicht eine Endgrösse von ca. 7 cm Körperlänge und verhält sich weitestgehend friedlich, gilt aber als scheu und sehr flink. In berohlichen Situationen flieht sie eher und neigt zum "Bombardieren".
Unter "Bombardieren" versteht man das schnelle Abstreifen der Haare am Abdomen in Richtung des Kontrahenten. Diese Haare in Augen, Schleimhäuten oder Atemwegen ruft ein nicht unerhebliches Brennen hervor und treibt den so Gegner in die Flucht.