Grüner Baumpython

Sorong-Variante

Der Grüne Baumpython (Morelia oder Chondropython viridis) stammt aus dem Bereich Neuguinea sowie einem sehr kleinen Teil Australiens (nördliche Spitzen, Neuguinea zugewandt). Er hängt mehr oder weniger den ganzen Tag über einem Ast, so wie auf dem zweiten Bild in der ersten Reihe zu sehen. Er ist stark dämmerungs- bzw. nachtaktiv und ernährt sich in der Natur hauptsächlich von Vögeln und kleinen Nagern.

       

Somit sollte man sich auch vorsehen, zur Dämmerungs- oder Nachtzeit ins Terrarium zu greifen oder gar zu versuchen, das Tier in dieser Zeit herauszunehmen. Der Biss ist bereits bei einem Jungtier aufgrund der ausgeprägten Fangzähne überaus schmerzhaft. Glaubt mir, ich spreche da aus Erfahrung.

Auch Morelias bleiben grundsätzlich unterhalb der 2-Meter-Marke, Ausnahmen bei Weibchen sind bekannt. Und auch hier bleiben die Böcke meist kleiner und schlanker als gleichaltrige Weibchen. Lange Zeit war die Pflege eines solchen Tieres u.a. wegen oben angeführter Gründe als sehr heikel beschrieben worden, insbesondere viele frischgeschlüpfte Jungtiere verweigerten bei geringsten Unstimmigkeiten die Futterannahme und starben reihenweise, oder sie mussten mühselig mit Teilen von Babymäusen "gestopft" (zwangsgefüttert) werden. Zwischenzeitlich jedoch gibt es auch von diesen Tieren hauptsächlich Nachzuchten, deren Elterntiere schon an Terrarienhaltung eingewöhnt waren.

        

Ich halte zur Zeit noch einen einzelnen Bock (also 1.0.0), welchen ich als Jungtier (DNZ04) in einem desolaten Zustand zur Pflege übernommen habe. Er hatte bereits seit 7 Wochen nicht gefressen und war dementsprechend abgemagert. Aufgrund zu trockener Haltung war es ihm nicht möglich gewesen, mindestens 2, an einigen Stellen sogar 3, alte Hautschichten abzustreifen.

Nach 3 anstrengenden Monaten Arbeit mit Unterstützung meiner damaligen Freundin und anderen Bekannten schafften wir es, das Tier wieder aufzupäppeln und zu einer wahren "Fressmaschine" umzufunktionieren. Und so langsam komme ich zu dem Schluss, das etwas Gesellschaft in Form einer hübschen Sorong-Dame auch nicht schaden kann.

   

Verbreitungsgebiet

Der natürlich Lebensraum des Morelia viridis, des Grünen Baumpython, ersteckt sich über die Inselgruppen Neuguineas sowie über die Neuguinea zugewandte Spitze Australiens (Cape York). Es gibt unterschiedliche Varianten in den verschiedenen Vorkommensgebieten. Ob es sich dabei um eigene Unterarten handelt, ist derzeit von den Taxonomen noch nicht abschliessend geklärt. Gängig sind zur Zeit eher "Händlerbezeichnungen", die sich auf die Herkunftbereiche beziehen. "Sorong", "Biak" und "Aru" sind wohl derzeit die geläufigsten.

Wie bereits erwähnt gibt es unterschiedliche Farbvarianten, wobei (daher auch der Name) grundsätzliche Grundfarbe ein sattes Grün darstellt. Je nach Herkunftsbereich variieren Zeichnungsmuster sowie der Gelb- und Blauanteil; ganz besonders gefragt sind sind die seltenen, nahezu vollständig türkis gefärbten Tiere.

   

Der Grüne Baumpython benötigt am Tage eine Temperatur von ca. 30°C, nachts ca. 24°C. Problematisch wird es bei der Haltung im Terrarium mit der benötigten Luftfeuchtigkeit, welche in seinem Herkunftsgebiet dauerhaft zwischen 70-80% liegt. Zudem darf im Becken weder Stau- noch Zugluft entstehen, da sonst die Gefahr von Krankheiten besteht.