
Da ich im Allgemeinen “kleinbleibende” Schlangenarten halte, bleiben mir Terrarien in Übergrösse erspart. Ich habe sozusagen “pauschal” für meine Tiere Becken in den Maßen 150B x 60T x 60H selbst angefertigt. Als Baumaterial habe ich ursprünglich 20 mm starke OSB Platten aus dem Baumarkt zuschneiden lassen und zusammengeschraubt. Innen wurde das Ganze mit lösemittelfreiem Acryllack abgedichtet. Diesem Lack kann auf Wunsch Acrylfarbe beigerührt werden (ebenfalls lösemittelfrei). Meine neuen Terrarien fertige ich mittlerweile unter anderem aus ästhetischen Gründen aus PVC-Hartschaumplatten. Diese Becken aus Kunststoffplatten haben hervorragende Dämm-Eigenschaften und werden im Laufe der Zeit alle anderen Becken ersetzen.
Wie man bereits beim Lesen des Abschnitts "Lebensräume" festgestellt hat, benötigen die Tiere entsprechend ihres Herkunftsgebietes eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit (um die 60-70%) sowie eine Tagestemperatur von ca. 30-32 Grad. Nacht- oder Winterzeitabsenkungen der Temperatur sind durch installierte Thermostate möglich und größtenteils auch notwendig. Allein diese erforderlichen Haltungsparameter schliessen die Haltung in einem Glasterrarium nahezu aus, da die Isolationseigenschaften von Glas sehr zu wünschen übrig lassen (es sei denn, der gesamte Raum ist auf die erforderliche Innentemperatur beheizt).
Die Gesamtkosten für ein selbst angefertigtes Terrarium belaufen sich, je nach Baumaterial, auf einen kleinen Teil des Preises, der im Fachhandel für ein Glasterrarium der selben Ausmasse verlangt wird. Für ein Terrarium mit dem o.a. Abmessungen, inkl. Beleuchtung und Wärme, Schrauben, Lack und Farbe ergab sich bei mir ein Materialpreis von ca. 150,- € aus OSB-Platten. Die neuen Kunststoffterrarien kosten mich inklusiver allem erforderlichen Zubehör etwa 220 €. Der Zusammenbau der Komponenten inklusive der Innenlackierung und Auslüftung dauerte etwa 5-7 Tage.
Meine Tiere geniessen den Luxus, ein eigenes Zimmer "bewohnen" zu dürfen. Der Raum wird tagsüber auf ca. 25 Grad geheizt, die Thermostate in den Terrarien regeln dann die spezifische Innentemperatur in den Terrarien.
Ich benutze momentan als Thermostat den Biotherm 2000 der Fa. "Hobby" (Dohse Aquaristik). Über ein im Innern des Terrariums angebrachten Temperaturfühler steuert der Biotherm die angeschlossene Wärmelampe an und reguliert so die gewünschte eingestellte Temperatur. Ein ebenfalls im Biotherm integriertes Fotoauge macht es möglich, bei Nacht die Temperatur um eine bestimmte Gradzahl abzusenken.
Die Luftfeuchte kann man auf unterschiedliche Art und Weise regulieren. Ich benutze dabei die einfachste und kostengünstigste von allen: eine mit warmen Wasser gefüllte Sprühflasche. Ich sprühe damit einmal morgens und einmal abends. Damit erreiche ich problemlos die erforderliche Luftfeuchtigkeit (zwischen 65 und 80 %).
Als Beleuchtungseinrichtung nutze ich variierend H5-Leuchtstoffröhren, die es in Baumärkten günstig zu erwerben gibt, oder die im Terraristik-Fachhandel erhältlichen UV-Röhren. Zum Beheizen des Innenraumes bin ich mittlerweile nahezu vollständig auf Heizfolien umgestiegen, welche auf dünnen, aluminiumbeschichteten Styroporplatten kleben. Diese Platten gibt es ebenfalls in fast allen Baumärkten.